Feuerverzinkter Bandstahl

Vom Bandstahl zum feuerverzinkten Spaltband: Ausgereifte Technik sorgt für umfassenden Korrosionsschutz

Feuerverzinkter Stahl ist besonders korrosionsgeschützt und dadurch besonders langlebig. Mit unseren Bandverzinkungsanlagen an Standorten in Österreich, den Niederlanden und Ungarn decken wir die Anforderungen an einen ganzheitlichen Korrosionsschutz umfassend ab. Wir verarbeiten Vormaterial zu verzinktem Bandstahl mit Zinkauflagen zwischen 50 und 1.200 g/m2, das entspricht einer Zinkschichtdicke von 3,5 µm bis 84 µm. Dabei richten wir Bandtoleranzen und Werkstoffgüten genau auf die Bedürfnisse unserer Kunden aus. An unseren Verarbeitungsstandorten für Flachstahl verfügen wir über leistungsfähige Längsteilanlagen, in denen wir Banddicken von 0,95 bis 6,00 mm in Breiten von 20 – 1.650 mm verarbeiten.

Detaillierte Informationen zu den Lieferprogrammen unserer Feuerverzinkungswerke finden Sie rechts.

Einzelheiten zu den Maßen, Stahlgüten und Toleranzen finden Sie in der aufklappbaren Tabelle:

Stahlsorten

 
Weiche Stähle zum Kaltumformen

EN 10346

DX51D - DX53D

Stähle für die Anwendung im Bauwesen

EN 10346

S220GD - S550GD

Stähle mit hoher Dehngrenze zum Kaltumformen

EN 10346

HX260LAD - HX500LAD

HX550LAD - HX700LAD*

BesonderheitenSonderstahlsorten sowie Stahlsorten mit Sonderlegierungen auf Anfrage

Grenzabmasse und Formtoleranzen

 
Banddicken1,5 - 6,00 mm gemäß EN 10143
Bandbreiten20 - 1.650 mm gemäß EN 10143
Besonderheitenengste Dickentoleranzen bis +/- 0,02 mm

Zinkauflagen

 
Auflagemassen50 - 1.200 g/m2
Zusammensetzung der Überzüge

Z (Reinzink)

ZM (Zink-Magnesium)

Ausführung des Überzugs M (kleine Zinkblume)
Oberflächenarten

A (übliche Oberfläche)

B/C (nachgewalzte Oberfläche)

Option: verzinkte Längskanten

ab 58 (50**) - 420 mm Bandbreite

ab 600 - 1.650 mm Bandbreite

Differenzverzinkung der Bandoberflächenim Verhältnis bis max. 2:1

Oberflächenrauigkeit

 
Dressierte oder egalisierte Oberflächebis 6,00 mm Banddicke
Ausführung der Oberflächeauf Anfrage (besonders glatt/glatt/matt/rau)

Arrondiertes Band

 
Banddicken1,50 - 6,00 mm
Kantenform(**)

*) nicht in Norm EN 10346

**) auf Anfrage

Was wird unter „Feuerverzinken“ verstanden?

Mit „Feuerverzinken“ wird der Vorgang der metallischen Oberflächenbeschichtung von Stahl, mit einer dünnen Schicht aus heißem Zink (450°C), beschrieben. Die Feuerverzinkung von Stahl ist eine von mehreren Verzinkungsmethoden. Es wird bei ihr zwischen der diskontinuierlichen Stückverzinkung und der kontinuierlichen Bandverzinkung unterschieden. Letzteres Verfahren wird zur Erzeugung von feuerverzinktem Bandstahl, so auch bei Wuppermann, eingesetzt.

Warum wird Stahl feuerverzinkt?

Stahl wird feuerverzinkt, um vor Korrosion (Rotrost) zu schützen. Die dünne Zinkschicht kann den Stahl mehrere Jahrzehnte davor bewahren zu rosten. Der Korrosionsschutz auf Stahl sorgt für die Sicherheit und Beständigkeit von Bauwerken und Bauteilen. Darüber hinaus trägt zur Wirtschaftlichkeit bei, da Reparaturen nicht anfallen. Daneben ist der Klimaschutz ein wichtiges Argument für die Feuerverzinkung: Durch die Ressourceneffizienz wird weniger Stahl benötigt. Wenn weniger Stahl benötigt wird, muss weniger Stahl aus Erzkörpern abgebaut werden. Das verringert wiederum den Ausstoß von CO2 und schützt unser Klima.

Wie funktioniert eine Feuerverzinkung?

Bei der Feuerverzinkung wird Stahl durch ein Bad mit 450°C Grad heißen, geschmolzenem Zink gezogen. Bei dieser Prozedur wird der Reinzink auf den Stahl gebracht. Aufgrund von geringen Aluminiumanteilen im heißen Zinkbad ergibt sich ein Haftverbund. Ein derartig aufgebrachtes Zink auf Stahl verhält sich in der Haftung besser als stückverzinkte Materialien. Da Stahl neben Zink das edlere Metall ist, wird Zink in diesem Prozess zu einer sogenannten Opferandode (d.h. Zink „opfert“ sich selbst) gemacht und kann Stahl jahrzehntelang vor Korrosion schützen.

Warum eignet sich Zink als Korrosionsschutz?

Zink schützt Stahl sehr gut vor Korrosion. Durch das Zink bildet sich bei der Feuerverzinkung auf dem Stahl in Berührung mit Luft eine sehr dünne, witterungsbeständige Passivierungsschicht (Schutzschicht) und bildet eine Art natürlichen Korrosionsschutz. Aus diesem Grund wird besonders Zink sehr häufig genutzt um andere, edlere Metalle zu ummanteln (Feuerverzinkung) und so vor Rost zu schützen. Bereits im Altertum diente Zink als Legierungsbestandteil für Metalle, in erster Linie für Messing.

Kann feuerverzinkter Stahl rosten?

Feuerverzinkter Stahl rostet erst, wenn die Zinkschicht nach jahrzehntelangem Einsatz in sehr anspruchsvollen Gebieten zerstört ist. Generell gilt: Je dicker die Zinkauflage des feuerverzinkten Stahls ist, desto korrosionsbeständiger ist er d.h. desto länger bleibt der Stahl rostfrei. Der Zeitraum entspricht dabei bis zu mehreren Jahrzehnten und ist auch von den situativen Begebenheiten, wo der Stahl eingesetzt wird, abhängig.