Nachhaltige Produktion als Teil unseres Selbstverständnisses

Als Familienunternehmen den kommenden Generationen verpflichtet

Wuppermann hat sich als Familienunternehmen den nachfolgenden Generationen gegenüber zu Nachhaltigkeit und zu einem schonenden Umgang mit Ressourcen verpflichtet. Beides bildet einen wichtigen Bestandteil des Selbstverständnisses von Wuppermann. Seit Jahren setzen wir darauf, Energie und Ressourcen in unserer Produktion zu sparen. Denn ökologische und ökonomische Interessen gehen hier Hand in Hand: Energieeinsparungen bedeuten gleichfalls Kosteneinsparungen.

Welchen Beitrag leistet Wuppermann zur Nachhaltigkeit der Stahlbranche?

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch in der Stahlbranche immer mehr Raum. Als Unternehmensgruppe mit einem großen Energieaufwand in der Produktion ist es von außerordentlicher Bedeutung, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen. Doch nicht nur die Produktion, sondern auch Transporte und vor allem die Materialien und Rohstoffe die wir einsetzen, erzeugen CO2-Emissionen. Daher versuchen wir im Dialog mit unseren Lieferanten möglichst Vormaterialien und Rohstoffe mit niedrigen CO2-Emissionen zu beziehen und den Trend zur weiteren Reduktion zu unterstützen.

Den direktesten Einfluss haben wir auf unsere eigene Produktion und durch uns organisierte Transporte. Daher sehen die Schwerpunkte unserer Aktivitäten wie folgt aus:
-    Transparenz über die Umweltwirkung unserer Produktion
-    Senkung des Energiebedarfs in der Produktion, insbesondere beim Beizen und Verzinken
-    Optimierung des Energiemixes der eingesetzten Energieträger
-    Planung und Steuerung der Transporte, zur Verringerung und zur optimalen Auslastung der Transportmittel
-    Ausweitung der Nutzung von Transportmitteln mit besserer CO2-Bilanz, z.B. Bahntransporte

Laut der Deutschen Bahn hat die Wuppermann Staal Nederland B.V. (WSN) 2019 bei regelmäßigen Coilsendungen alleine zu einem Kunden durch die Nutzung der Schiene anstatt des LKWs 2.589 Tonnen CO2 eingespart. Insgesamt wurden 2019 36 % der Ein- und Ausgangsfrachten mit der Bahn versendet. Ziel ist es, diesen Anteil weiter zu steigern.

Im Geschäftsjahr 2019 konnten bei der Wuppermann Austria GmbH (WA) in Judenburg mit dem Projekt E-LEEN einige erfolgreiche Energieeinsparungen erzielt werden. Die WA wurde mit dem „Energieaudit plus“ nach dem Bundes-Effizienzgesetz (EEffG) der Republik Österreich § 18 zertifiziert. Das Projekt E-LEEN umfasste ein lernendes Energieeffizienz-Netzwerk mehrerer Firmen in Kooperation mit dem Staat Österreich, das von der Energie Steiermark AG getragen wurde. Die Netzwerkzielsetzung beinhaltete Schwerpunktthemen, die umzusetzen waren. Die größten Einsparungen konnte die WA mit folgenden Maßnahmen erzielen: Erneuerung der Kühlluftventilatoren, Induktionserwärmung der Bandverzinkungsanlage und der Heißwassererzeugung mittels einer Wärmepumpe. Viele kleinere Einsparungen konnten mit dem Beleuchtungsaustausch in den Betriebsgebäuden erreicht werden und in Summe einen nennenswerten Beitrag leisten. 2019 konnten insgesamt Energieeinsparungen von 7.119 Kilowattstunde (kWh) erzielt werden. Dies entspricht einer Einsparung an CO2 in Höhe von 1.780 Kilogramm (kg) für das Jahr und kumuliert ca. 200.000 Euro an Kosteneinsparungen. Das erfolgreiche Projekt wird weiter ausgebaut.

Heat-to-coat-Verfahren von Wuppermann spart 31% CO2

In einer Untersuchung mit dem Institut Fraunhofer UMSICHT konnte festgestellt werden: Die Verzinkungsprozesse samt Nachbehandlung verursachen am Standort Moerdijk (NL) mit 0,126 kg CO2- Äquivalente pro kg (CO2-eq./kg) um 31 % und am Standort Judenburg (AT) mit 0,105 kg CO2-eq./kg um 43 % geringere CO2-Emissionen als der am Markt übliche Prozess mit 0,183 kg CO2-eq./kg. Mehr zur Studie finden Sie hier.

Senkung des Ressourcenverbrauchs durch Recycling

Stahl gehört zu den am meisten recycelten Materialien. Auch Nebenprodukte aus der Stahlproduktion werden zu einem großen Teil in den Materialkreislauf zurückgeführt. Bei der WSN werden Schrott, Altsäure und Zinkschlacke sowie Holz und Papier recycelt. So kommt die Schlacke beispielsweise in der Zementindustrie oder im Straßenbau wieder zum Einsatz. Die WSN weist damit einen nicht verwertbaren Anteil in der Stoffbilanz von nur 0,03 % aus. Wuppermann wird weiterhin an der nachhaltigen Verbesserung der Prozesse mit dem Ziel der Energieeinsparung und der Reduzierung des CO2-Ausstoßes sowie des Ressourcenverbrauchs arbeiten.